VisionSim – Versionsübersicht
Hier findest du einen Überblick darüber, wie sich VisionSim Schritt für Schritt weiterentwickelt.
Was hat sich bisher getan?
VisionSim wird Schritt für Schritt weiterentwickelt. Rückmeldungen aus dem Alltag, von Betroffenen und aus dem Bereich Barrierefreiheit fließen direkt in die Weiterentwicklung ein.
V1.7
V1.7 ist die finale Politur. Nach einer erneuten Recherche zu allen 18 Krankheitsbildern (PubMed, EyeWiki, Orphanet, StatPearls, Cleveland Clinic) wurden keine größeren medizinischen Defizite mehr identifiziert. Stattdessen liegt der Fokus auf Bedienkomfort, Mobilfreundlichkeit und kleinen Code-Verbesserungen.
Neue Features
- Vollbildmodus: Per Klick auf den Vollbild-Button wird die Vorschau formatfüllend dargestellt. Ideal für Schulungen, Patientenaufklärung und Präsentationen vor Gruppen.
- Live-Kamera-Aufnahme: Auf Geräten mit Kamera kann jetzt direkt ein Foto aufgenommen werden. Das Bild wird wie ein normaler Upload verarbeitet – ohne Umweg über die Galerie. Erscheint nur bei sicheren Verbindungen (HTTPS) und kompatiblen Browsern.
Barrierefreiheit & Mobile
- Touch-Targets durchgängig auf 44×44 Pixel angehoben (WCAG 2.1 AA-konform).
- Vollbild-Layout reserviert den gesamten Viewport für die Simulation – kein horizontales Scrollen, klare Sicht aufs Bild.
Code-Qualität
-
Stargardt: redundante Radius-Berechnung entfernt (
radiusFactor * minSide / Math.min(w, h)ergibt mathematisch genauradiusFactor). - Camera-Modal als wiederverwendbare CSS-Komponente angelegt.
V1.6
V1.6 bringt eine vollständige medizinische und technische Qualitätsprüfung aller 19 Effekte – abgestimmt mit augenärztlichem Fachwissen. Priorität lag auf klinischer Korrektheit, Didaktik und Nutzbarkeit für Augenärztinnen und Augenärzte.
Klinische Korrektheit
- Keratokonus komplett überarbeitet: Das klassische Kernsymptom – die monokulare Polyopsie – wird jetzt korrekt simuliert. Mehrere Ghost-Images entstehen durch asymmetrische Koma-Aberration, die durch den inferior verschobenen Hornhautkegel erzeugt wird. Zuvor zeigte die Simulation nur ein einzelnes Ghost-Bild (eher Diplopie). Zusätzlich: stärkere Verzerrung inferior (typischer Keratokonus-Apex), Halos.
- Netzhautablösung: Farbe korrigiert: Der Vorhang war schwarz – klinisch falsch. Patienten berichten übereinstimmend von einem grauen Schatten oder Vorhang. Korrigiert auf Dunkelgrau (AMBOSS 2024, StatPearls, All About Vision).
- Zapfen-Stäbchen-Dystrophie: Stadien-Kopplung: Der Skotom-Radius war zuvor hardcoded (0.24), ignorierte also die Stadien-Presets. Jetzt skaliert der Radius mit dem Stadium: 0.14 (früh) / 0.26 (mittel) / 0.40 (spät).
- Retinitis pigmentosa: periphere Insel relativ zum Fixationspunkt: Die temporale Insel lag zuvor absolut bei (0.85, 0.70) – unabhängig davon, wohin der Nutzer den Fokus gesetzt hatte. Jetzt liegt sie relativ 0.35 rechts und 0.20 unten vom gewählten Fixationspunkt.
- Diabetisches Makulaödem: Farbentsättigung ergänzt: DMO beeinträchtigt nicht nur die Schärfe, sondern auch die Farbwahrnehmung (Frontiers in Medicine 2023, StatPearls 2024). Farbentsättigung jetzt implementiert.
- Mouches volantes: Stadien hinzugefügt: Früh (2 Punkte / 1 Faden), mittel (5 / 3), spät (10 / 6) – mit entsprechend wachsender Dunkelheit und Fadenlänge.
Bedienung & Barrierefreiheit
- Tastatur-Shortcuts 1 · 2 · 3 wechseln das Stadium der aktiven Erkrankung direkt – ohne Mausklick. Nützlich für den klinischen Einsatz und Präsentationen.
- Kontextsensitive Statusmeldungen: Bei Fokuspunkt-Effekten Hinweis auf Klick/Tippen; bei Stadien-Effekten Hinweis auf Tastatur-Shortcuts.
-
Status-Region jetzt mit
aria-atomic="true"– Screen-Reader lesen die komplette Meldung vor, nicht nur den geänderten Teil.
Code-Qualität
-
Nullish-Coalescing-Operator (
??) und Optional Chaining (?.) aus allen Effekt-Dateien entfernt – konsequent ES5-kompatible Schreibweise für maximale Browser-Kompatibilität.
V1.5
V1.5 ist eine substanzielle Überarbeitung der Skotom-Darstellung und der Stadiums-Kalibrierung – ausgelöst durch das Feedback einer Augenärztin und durch eine erneute Recherche aktueller wissenschaftlicher Literatur zur Gesichtsfeld-Diagnostik.
Skotome werden jetzt transparent radiiert
- Negative Skotome (RP, Glaukom, AMD, Stargardt, LHON, ZSD, Hemianopsie) sind nicht mehr verschwommen oder schwarz dargestellt, sondern werden tatsächlich aus dem Bild herausradiert. Der ausgefallene Bereich wird transparent – der Canvas-Hintergrund schimmert durch und entspricht damit der wissenschaftlich beschriebenen Wahrnehmung von „nicht vorhanden" statt „dunkel".
- Im Designer und beim Export wird der radierte Bereich automatisch mit einer neutralen Skotom-Farbe übermalt, damit das exportierte PNG eine sichtbare, geteilte Darstellung zeigt und im Designer das Originalbild nicht durchschimmert.
- Positive Skotome bleiben unverändert sichtbar: Mouches volantes als wandernde Punkte, Netzhautablösung als grauer Vorhang, Glaskörperblutungen bei Retinopathie als dunkle Flecken – diese sind klinisch tatsächlich für die Patientinnen und Patienten wahrnehmbar.
Klinische Stadiums-Kalibrierung
- Retinitis pigmentosa neu kalibriert nach EyeWiki und GeneReviews: Frühstadium mit Ringskotom in der mittleren Peripherie und peripherer Insel temporal-inferior, Mittelstadium mit Tunnelblick und reduzierter Insel, Spätstadium mit engem zentralen Restfeld ohne Inseln.
- AMD-Stadien deutlicher abgestuft: 10 % im Frühstadium, 22 % im Mittelstadium, 38 % der Bildbreite im Spätstadium. Metamorphopsie ist im Frühstadium am stärksten ausgeprägt (klinisch typisches Erstsymptom), im Spätstadium dominiert das Skotom.
- Glaukom-Intensität pro Stadium erhöht für klarere Wahrnehmbarkeit der Progression. Die anatomische Korrektheit aus V1.4 bleibt erhalten: Defekte respektieren den horizontalen Mittelmeridian, das Zentrum bleibt bis zum Spätstadium frei, im Endstadium ist die temporale Insel sichtbar.
Performance
- Die alte PDE-Diffusion wurde durch direktes Radieren ersetzt. Auf großen Bildern ist die Render-Zeit um etwa Faktor 4 schneller. Auch komplexere Effekte wie das mehrstufige Glaukom-Bild bleiben damit responsiv.
V1.4
V1.4 setzt die Sofortmaßnahmen aus dem internen Audit um und bringt zahlreiche Detailverbesserungen für Barrierefreiheit, Performance und Wartbarkeit.
Klinische Korrektheit (mit Augenärztin abgestimmt)
- Hemianopsie ist jetzt anatomisch korrekt: Nur vertikaler Schnitt (links/rechts), kein horizontaler Ausfall mehr möglich. Mit Macula sparing – das zentrale Sehen bleibt bei okzipitalen Läsionen meist erhalten.
- Glaukom komplett überarbeitet nach Hodapp-Parrish-Anderson-Klassifikation: Die Defekte respektieren den horizontalen Mittelmeridian, das zentrale Sehen bleibt bis zum Spätstadium erhalten, im Endstadium bleibt eine temporale Insel sichtbar.
- Diabetische Retinopathie: Ergänzt um zentrale Beeinträchtigung durch Makulaödem (DME) – im fortgeschrittenen Stadium ist auch das zentrale Sehen verschwommen und kontrastarm.
- Skotome werden nicht mehr schwarz dargestellt: Negative Skotome (RP, Glaukom, AMD, Stargardt, LHON, ZSD, Hemianopsie) füllen den ausgefallenen Bereich mit Umgebungsfarbe und reduzierter Sättigung – das entspricht der tatsächlichen Wahrnehmung der Betroffenen (Carving-Hypothese, Goldstein 2023; Roux-Sibilon et al. 2019). Positive Skotome (Netzhautablösung, Mouches volantes) bleiben sichtbar als grauer Vorhang oder dunkle Flecken.
Neue Simulation: Farbfehlsichtigkeit
- Sechs Typen in einem Effekt: Protanopie, Deuteranopie, Tritanopie (vollständige Formen) sowie Protanomalie, Deuteranomalie und Tritanomalie (abgeschwächte Formen). Besonders relevant für Designer – etwa 8 % der Männer sind betroffen.
- Algorithmus nach Viénot, Brettel & Mollon (1999) für Protan/Deuteran sowie Brettel, Viénot & Mollon (1997) für Tritanopie. Gilt als wissenschaftlicher Referenzstandard. Korrekte sRGB-Gamma-Linearisierung entscheidend für Genauigkeit.
- Bei anomalen Formen: Stärke-Regler für abgestufte Simulation.
Barrierefreiheit & Sicherheit
- Tracking ist jetzt CSP-konform: Alle inline
onclick-Handler wurden aufdata-track-eventumgestellt und über zentrale Event-Listener verarbeitet. - Designer-Modus hat jetzt eine vollständige semantische HTML-Struktur (
<main>,<h1>,<header>) – dadurch wird er für Screenreader-Nutzer navigierbar. - Versteckte Logos (Light/Dark-Variante) sind jetzt korrekt mit
aria-hidden="true"markiert – Screenreader liest den Namen nicht mehr doppelt vor. - Favicons und Apple-Touch-Icons werden auf allen Seiten eingebunden.
- Designer hat einen FOUC-Schutz: kein Lichtblitz mehr beim Laden im Dark-Mode.
- Open Graph- und Twitter-Card-Metadaten ermöglichen attraktive Vorschau-Bilder beim Teilen von Links.
Bedienung
- Tastatur-Bedienung im Designer: Pfeiltasten verschieben den Slider und das Bild (bei Zoom), Plus/Minus zoomen, 0 setzt zurück, Esc schließt das Menü.
- Stadium-Buttons für progressive Erkrankungen: Frühstadium, Mittleres Stadium und Spätstadium auf Knopfdruck. Detailregler bleiben unter „Erweiterte Einstellungen" zugänglich.
- Im Designer zeigt das Slider-Label jetzt den aktiven Sehrest-Wert oder das Stadium an, statt nur „Simulation".
- Mobile-optimierter Designer: Auf engen Bildschirmen wird die Toolbar kompakter, Logo wird zugunsten von Platz ausgeblendet, Touch-Targets bleiben mindestens 44 px hoch.
Performance & Bildqualität
- iOS Safari Blur-Fallback: Auf Geräten mit unzuverlässigem CSS-Filter wird ein eigener Box-Blur in JavaScript verwendet (3 Iterationen, separabel, mit Sliding-Window-Summe). Damit funktionieren Unschärfe-Effekte zuverlässig auch auf iPad und iPhone.
- AMD-Effekt ist um Faktor 5–10 schneller: Die Pixel-Schleife läuft jetzt nur über die Bounding-Box des Verzerrungsrings statt über das ganze Bild.
- Designer akzeptiert Bilder bis 3840 px Kantenlänge (statt 2000 px) – wichtig für lange Webseiten-Screenshots.
Code-Qualität
- Zentraler Effekt-Dispatcher (
effects/dispatcher.js): Simulator und Designer nutzen jetzt dieselbe Funktion zur Effekt-Auswahl. Code-Duplizierung beseitigt. - Tracking-Allowlist erweitert um
designerundversionen. - Tote Datei
js/atlas.jsentfernt. - CSS-Variablen für Stadium-Buttons nutzen jetzt das vorhandene Theme-System statt undefinierter Platzhalter.
V1.3
V1.3 bringt deutliche Verbesserungen bei Sicherheit und Stabilität, einen neuen Designer-Modus für ganzseitige Tests sowie eine neue Simulation, die das verbleibende Sehvermögen anhand der gesetzlichen Klassifizierung darstellt.
Neue Simulationen
- Sehrest in Prozent: stufenlose Simulation der Sehschärfe von 1 % bis 100 %. Die Beschreibung enthält die rechtliche Einstufung nach Versorgungsmedizin-Verordnung in Deutschland: über 30 % gilt als normal sehend bzw. leicht eingeschränkt, 5 bis 30 % als sehbehindert, 2 bis 5 % als hochgradig sehbehindert und unter 2 % als blind im Sinne des Gesetzes.
- Blindheit: vollständiger Sehverlust als komplett schwarzes Bild. Eignet sich besonders für Sensibilisierungskampagnen und Social-Media-Beiträge im Story-Vergleichsmodus.
Neuer Designer-Modus
- Eigene Seite (designer.php) mit voller Browserbreite, Slider-Vergleich zwischen Original und Simulation, Pinch-to-Zoom auf Touchgeräten, Mausrad-Zoom und freier Verschiebung. Ideal zum Testen von Screenshots ganzer Webseiten.
Wissenschaftliche Überarbeitung
- Alle Effekte und Beschreibungen wurden anhand aktueller medizinischer Literatur überprüft und überarbeitet (American Academy of Ophthalmology, EyeWiki, Orphanet, NIH/NCBI, Mayo Clinic, Cleveland Clinic, peer-reviewte Übersichtsarbeiten).
- Stadium-Buttons: Bei progressiven Erkrankungen (RP, AMD, Glaukom, Diabetische Retinopathie, DMÖ, Katarakt, Stargardt, LHON, Keratokonus, Netzhautablösung, ZSD) gibt es jetzt drei klar definierte Stadien zur Auswahl: Frühstadium, Mittleres Stadium und Spätstadium. Detailregler bleiben über „Erweiterte Einstellungen" zugänglich.
- Glaukom: Statt einfacher Tunnelvision werden jetzt die typischen Stadien simuliert – arkuates Skotom (Bjerrum-Bogen), nasale Stufe und im Spätstadium die konzentrische Einengung mit temporalem Restbereich.
- AMD: Neue Metamorphopsie-Simulation – gerade Linien erscheinen wellig oder verzerrt rund um das zentrale Skotom, das klassische Frühsymptom der AMD.
- Katarakt: Korrekte gelb-bräunliche Linsenverfärbung statt rein weißem Schleier, mit Blau-Verlust – wie beim altersbedingten Linsenabbau (nuklearsklerotische Katarakt).
- Achromatopsie: Erweitert um die typische Photophobie und reduzierte Sehschärfe (~20/200) statt nur Schwarz-Weiß.
Sicherheit & Datenschutz
- Event-Logs liegen jetzt außerhalb des öffentlich erreichbaren Verzeichnisses; eine
.htaccess-Regel sperrt Log-Dateien als Fallback. - Die Content Security Policy nutzt kryptografische Nonces statt
unsafe-inline.
Stabilität & Qualität
- Effekte mit zufälligen Elementen (z. B. Retinopathie, Glaukom, Stargardt) sind jetzt reproduzierbar – Vorschau und Export zeigen immer dasselbe Ergebnis.
- Der Download-Button zeigt während des Exports einen Ladehinweis und blockiert die Bedienung nicht mehr.
- Bei zu vollem Browser-Speicher erscheint eine verständliche Hinweismeldung.
- Der Mouches-volantes-Effekt aus V1.2 wurde vollständig in den Simulator eingebunden.
- Demo-Bild von ~430 KB auf ~275 KB reduziert.
V1.2
Deutlich mehr Simulationen, mehr Einstellmöglichkeiten und ein überarbeiteter Simulator. Neu hinzugekommen sind unter anderem Diplopie, Zapfen-Stäbchen-Dystrophie und ein verbesserter Keratokonus-Effekt. Der Export wurde um zusätzliche Story- und Reel-Formate erweitert. Außerdem wurde eine Zufalls-Simulation ergänzt, die auf Knopfdruck eine zufällige Sehbehinderung mit variierenden Parametern anzeigt.
V1.1
Die Bedienung wurde klarer und barrierebewusster gestaltet. Überarbeitet wurden unter anderem der Startbereich, die Kontraste, die Seitenstruktur, der Downloadbereich sowie die mobile Nutzung. Auch Light- und Dark-Mode wurden weiter verbessert.
V1.0
Der erste öffentliche Stand von VisionSim. Bereits möglich waren erste Simulationen verschiedener Sehbehinderungen, das Hochladen eigener Bilder und der Export in gängige Formate.
Was als Nächstes entsteht
VisionSim soll weiter wachsen – mit neuen Simulationen aus der Praxis, weiteren Verbesserungen für Barrierefreiheit und einer noch verständlicheren Nutzung im Alltag.
Hinweis
VisionSim entwickelt sich in kleinen, nachvollziehbaren Schritten weiter. Ziel ist eine verständliche, zugängliche und im Alltag hilfreiche Anwendung.